Zur Person

Kurzvita
Ortmeyer

Benjamin Ortmeyer, geb. 1952, ist apl. Professor am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er leitet die gemeinsam mit Prof. Dr. Micha Brumlik gegründete Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität. Er setzt sich für eine stärkere Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und für die Verbindung von Forschung und Lehre ein. In diesem Zusammenhang steht auch sein Einsatz für die Auseinandersetzung mit der Universitätsgeschichte.

Von 1975 bis 2003 war Benjamin Ortmeyer Lehrer in Frankfurt am Main. 1991 erschien sein Buch Argumente gegen das Deutschlandlied, 1996 das Taschenbuch Schulzeit unterm Hitlerbild. Im gleichen Jahr erhielt er den Heinz-Galinski-Preis der Jüdischen Gemeinde Berlin. 1998 promovierte er in Heidelberg mit der Arbeit Schicksale jüdischer Schülerinnen und Schüler in der NS-Zeit – Leerstellen deutscher Erziehungswissenschaft? Im November 2008 wurde ihm für die Arbeit Mythos und Pathos statt Logos und Ethos die Habilitation zuerkannt. Seit 2003 ist Benjamin Ortmeyer pädagogischer Mitarbeiter, seit 2009 Privatdozent und seit 2011 außerplanmäßiger Professor an der J. W. Goethe-Universität im Fachbereich Erziehungswissenschaft.

Schwerpunkte in Forschung und Lehre
• Erziehungswissenschaft und Pädagogik in der NS-Zeit
• Fragen der Vermittlung von Wissen über die NS-Zeit
• Probleme sogenannter Klassiker der Pädagogik
• Humor und Pädagogik

Publikationsliste

Ausführlicher Lebenslauf

Tätigkeit an der Universität

Seit 2014 Forschungsprojekt: „Propagandafiguren des NS-Systems für Jugendliche im Kampf gegen die Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung nach 1933 – Eine Studie anhand der NS-Zeitschriften für Lehrkräfte und Schülerschaft“ (Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung & IG-Metall).
Seit 2012 DFG-Forschungsprojekt: „Rassismus und Antisemitismus in erziehungswissenschaftlichen und pädagogischen Zeitschriften 1933-1944/45 – Über die Konstruktion von Feindbildern und positivem Selbstbildnis“
2012 Gründung und Leitung der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe Universität gemeinsam mit Micha Brumlik
Seit 2011 „außerplanmäßiger Professor“ am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität
2009-2012 Lern- und Forschungsprojekt „Reflexionen über die NS-Zeit und über die NS-Pädagogik als Vorbereitung auf den Lehrberuf“ (Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung).
2009 Privatdozent am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe Universität 
25.11.2008 Habilitation an der Goethe Universität Frankfurt. Habilitationsschrift: „Mythos und Pathos statt Logos und Ethos – Zu den Publikationen führender Erziehungswissenschaftler zur NS-Zeit. Eduard Spranger, Herman Nohl, Erich Weniger und Peter Petersen“
2005-2007 Leitung des Forschungsprojektes „ad fontes“ zur Dokumentation der pro-nazistischen Schriften von Spranger, Nohl, Weniger u. Petersen.
September 2003 für 6 Jahre mit voller Stelle abgeordnet als Pädagogischer Mitarbeiter im Fachbereich Erziehungswissenschaft, Institut für Pädagogik der Sekundarstufe der Goethe-Universität Frankfurt.
Wintersemester 2002/2003: Lehrauftrag am Fachbereich Gesellschaftswissenschaft der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Thema „Strukturen der NS-Verbrechen und der deutschen Gesellschaft 1933–1945 im Spiegel aktueller hessischer Schulbücher – Ein Problem der politischen Bildung“.
Wintersemester 1999/2000: Lehrauftrag am Fachbereich Erziehungswissenschaft der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Thema „BRD- Erziehungswissenschaften und jüdische SchülerInnen – eine Leerstelle?“.
Wintersemester 1997/1998: Lehrauftrag am Fachbereich Erziehungswissenschaft der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Thema „Kontinuität und Diskontinuität schulischer Ausgrenzung in der NS-Zeit und heute“.
Juli 1998: Promotion an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Thema der Dissertation: „Schicksale jüdischer Schülerinnen und Schüler in der NS-Zeit – Leerstellen deutscher Erziehungswissenschaft? Bundesrepublikanische Erziehungswissenschaften (1945/49–1995) und die Erforschung der nazistischen Schule“ mit der Gesamtnote 1,0 („magna cum laude“).
Wintersemester 1994/1995: Lehrauftrag an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zum Thema „Forschendes Lernen mit Schülern zum Thema „Nationalsozialismus“
Wintersemester 1994/1995: Lehrauftrag an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zum Thema „Forschendes Lernen mit Schülern zum Thema „Nationalsozialismus“
Dezember 1994: Beginn der Promotion an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Tätigkeit als Lehrer (Februar 1975–August 2003)

September 1998 – August 2003: Tätigkeit als Lehrer an der Paul-Hindemith-Schule (integrierte Gesamtschule in Frankfurt am Main/Gallus)
Oktober 1996: Verleihung des Heinz-Galinski-Preises der Jüdischen Gemeinde Berlin für bisherige politische und pädagogische Tätigkeit.
April 1996: Veröffentlichung des Buchs „Schulzeit unterm Hitlerbild“ im Fischer Taschenbuchverlag.
Ab Sommer 1994: Tätigkeit als Lehrer an der Förderstufe der Frauenhofschule in Frankfurt am Main-Nied.
1994: Herausgabe Berichte gegen Vergessen und Verdrängen von 100 überlebenden jüdischen Schülerinnen und Schülern über die NS-Zeit in Frankfurt am Main, Witterschlick/Bonn 1994.
Sommer 1993 bis Sommer 1994: Erarbeitung einer Handreichung zum
Thema „Die NS-Zeit an den Schulen erforschen“ im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums.
März 1993: Erweiterungsprüfung im Fach Musik an der J. W. Goethe Universität Frankfurt am Main.
Ab Sommer 1980 bis 1994: Tätigkeit als Lehrer an der Holbeinschule (Realschule) in Frankfurt am Main.
Sommer 1977 bis Sommer 1980: Tätigkeit als Lehrer an der Otto-Hahn-Schule (additive/schulformbezogene Gesamtschule) in Frankfurt am Main.
Referendariat ab Februar 1975 an der Nidda-Schule (Hauptschule in Frankfurt am Main-Nied).

Studium und Schule

Referendariat ab Februar 1975 an der Nidda-Schule (Hauptschule in Frankfurt am Main-Nied), zweites Staatsexamen am 1. Juni 1976 mit der Gesamtnote 1 („mit Auszeichnung bestanden“). Lehrer bis August 2003.
Studium an der J. W. Goethe- Universität Frankfurt am Main, Lehramt an Haupt und Realschulen, Fächer Mathematik und Sozialkunde vom Sommersemester 1971 bis Sommersemester 1974. Erstes Staatsexamen am 29. November 1974 mit der Gesamtnote 2 („gut“). (Erweiterungsprüfung Musik 1993.)
Geboren am 13.4.1952 in Kiel, Besuch der Grundschule und des humanistischen Heinrich von Gagern-Gymnasiums in Frankfurt am Main. Abitur 1970.